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Die aktuellen Mediendiskurse orientieren sich in der Regel an der Gegenwart und an den vielfältigen Ausprägungen von Massenmedien bzw. elektronisch basierten Medien. Sie verstärken damit die in den elektronischen Medien selbst angelegte Tendenz der Enthistorisierung von Wissen in der Vereinheitlichung von Wissensräumen und -oberflächen.
Das Doktoratsprogramm «Medialität in der Vormoderne» reagiert auf diese Situation, indem es historische Ausprägungen von Medialität ins Zentrum stellt. Untersucht werden Formen, Begriffe und Kategorien, in denen Mediales vor dem Zeitalter der modernen Medien gefasst, thematisiert und reflektiert wurde.
Der Fokus auf die Vormoderne erlaubt einerseits, eine Vielfalt von Konstellationen in den Blick zu nehmen. Andererseits wird eine gemeinsame Basis geschaffen, indem die Verhältnisse vor der Ausbildung genuiner Mediendiskurse untersucht werden. Es werden Fächer zusammen geführt, die in Konfrontation mit der Moderne, aus der sie selbst institutionell herstammen, die (mediale) Eigenart ihres Gegenstandsbereichs bestimmen.
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